Bürgerversammlung im Live-Stream von Pfaffenhofen fand großen Anklang

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Foto: (Marzellus Weinmann): Bürgermeister Thomas Herker informierte die Bürgerinnen und Bürger über Projekte der Stadtverwaltung per Live-Stream.

Aufgrund der coronabedingten Versammlungsbeschränkungen wurde die Bürgerversammlung 2020 am 25. November als reine Online-Veranstaltung ausgerichtet. Im Live-Stream gab Bürgermeister Thomas Herker unter dem Motto „Was war, was geht, was kommt“ den Bürgerinnen und Bürgern einen Überblick zur aktuellen Stadtentwicklung und einen Ausblick auf bereits laufende oder anstehende Projekte im kommenden Jahr. Dabei konnten während des gut einstündigen Vortrags, der von kurzen Einspielfilmen begleitet war, insgesamt fast 2.600 Zugriffe registriert werden.

Herker erläuterte zunächst die Auswirkungen der Corona-Krise auf den städtischen Haushalt. So fielen beispielsweise Mehrausgaben in Höhe von rund 300.000 Euro für die Bezuschussung der Freibadöffnung in diesem Sommer an. Die kommunalen Mindereinnahmen auf Grund geringerer Einkünfte aus Gewerbe- und Grunderwerbssteuer beliefen sich auf derzeit circa 5 Millionen Euro. 

In der Corona-Krise wurden von der Stadt diverse Angebote für die Bürgerinnen und Bürger ins Leben gerufen. Im Rahmen der Aktion „Bürgerhilfe“ werden beispielsweise Senioren bei alltäglichen Erledigungen unterstützt oder haben die Möglichkeit, im Rahmen von digitalen Seniorentreffs zusammen zu kommen.

Die städtischen Schulen und Kitas werden mit Luftreinigungsgeräten ausgerüstet, die zu Anfang Dezember flächendeckend in Betrieb genommen werden sollen. Die Digitalisierung in den Schulen werde weiter vorangetrieben, im laufenden Schuljahr sollten alle Pfaffenhofener Schulen vollständig digital ausgestattet sein.

„Auch wenn das Thema Klimawandel im Jahr der Coronakrise etwas untergegangen ist, waren wir nicht untätig“, leitete der Bürgermeister seine Ausführungen zu Klimaschutz und Nachhaltigkeit ein. Hier stellte Herker zunächst den Klimaplan 2030 der Stadt vor und berichtete über die Projekte Öko-Modellregion und Bodenallianz.

Im Anschluss an seine Erläuterungen zum Klimaschutz gab der Bürgermeister einen Überblick zu den Straßen- und Städtebaumaßnahmen der Stadt. Die Erschließung der Baugebiete Sandkrippenfeld, Heißmanning und Pfaffeleiten geht weiter voran. In den Ortsteilen Affalterbach, Tegernbach, Ehrenberg und Uttenhofen werden sukzessive neue Wohngebiete entstehen. Ebenso werden auch auf dem BayWa-Areal neue Wohnungen geplant. Das neue Hallenbad wird wie vorgesehen im September nächsten Jahres eröffnen. Dieses sei nicht nur als Schulbad, sondern auch „als kleines Familienbad mit Freizeitwert“ konzipiert, so Herker.

Zu einer deutlichen Attraktivitätssteigerung des Pfaffenhofener ÖPNV wird das neue Stadtbuskonzept 2022 beitragen. Dieses sieht eine höhere Taktung und eine Ausweitung des Fahrplans in den Abendstunden und am Samstag vor. Auch die Nutzung des – deutlich erweiterten – Ortsteil-Rufbusses wird dann zunächst für ein Jahr kostenlos.

Das Spektrum der Bürgerfragen an die Stadtverwaltung war auch in diesem Jahr wieder vielfältig. Dabei konnten Anfragen auch telefonisch direkt in die Live-Übertragung gestellt werden. Von der durch den Kreis für 2022 geplanten Einführung einer gelben Tonne über den Stand der Planungen zur Südumgehung, über Radwege zwischen Förnbach und Weihern bzw. an der Ingolstädter Straße bis zur Begrünung des Ilmweges reichten die Themen der vom Bürgermeister beantworteten Fragen.

Jessica Dürholt

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